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Allgemeines zu den
Holzblasinstrumenten Nay und Kawala:

Die Nay (Nay) und die Kawala (Kola) sind Naturprodukte. Also sie werden aus Schilf, Bambus oder sonstigen Naturprodukten gemacht. Darüber hinaus haben sie kein selbstständiges Mundstück. Wir bilden mit unseren Lippen und der obersten außersten Tangente der Flötenöffnung das Mundstück. Daher kann sich eine Flöte die ich spiele etwas anders anhören als eine Flöte die mein Bruder spielt.
Die Qualität und die Gestimmtheit der Nay und Kawalaflöten sind von verschiedenen Elementen abhängig:
- Die Lippen des Spielers (Wie groß, wie voll oder nicht, wie gut trainiert / beweglich usw.)
- Die Schärfe der Oberkannte der Flöte
- Der Winkel mit dem die Flöte angesetzt wird
- Und die technische Bearbeitung der Flöte
Solche Vielfalt hat Vorteile und Nachteile. Das einzige mir bekannte Nachteil ist, dass man auf einen Keybord bei der Taste "C" auch immer ein "C" bekommt, beim Nay könnte man ein Cb C oder Cis bekommen. Daher fordern die Kawala und Nayflöte, dass der Spieler mithört wie die anderen Instrumente gestimmt sind und sich dem anpasst. Eigentlich ist es eine ganz einfache Sache nur muss man drauf achten.
Voteile für diese Vielfalt sind unheimlich:
- Jeder Spieler erzeugt einen Individuellen Ton. (Das kann man nicht von einer Blockflöte ohne weiteres behaupten!)
- Durch die breite Möglichkeit der Tonerzeugung kann man durch Hin- und Herschwenken der Flöten die einzelnen Noten "verschmelzen".
- Versierte Spieler können auch neue Individuelle Töne auf ihren Flöten spielen
- Die Flöte wird nach einigen Jahren zum Bestandteil der Person die sie spielt. Ich habe überall meine Lieblingsflöte mit. Ohne sie fehlt mich eine Hand oder ein Bein
- Einzelne Verstimmungen in der Flöte selbst (zu großes Loch, oder Holzknoten im Rohr), können sehr leicht kompensiert werden. Wobei die Flöten die ich baue nur im seltensten Fall so eine Verstimmung aufweisen. In der Tat freue ich mich wenn ich so eine Flöte baue, da sie besonders individuell wird.

Pflege der Flöten
- Nie ins Wasser stellen.
- Gelegentlich (ca. 2 mal im Jahr) einölen. Ich mache dies mit Olivenöl, hauptsache keines was ranzig wird. Ich lasse etwas Öl von Innen auch rein und stopfe die Flöte unten mit Toilettenpapier und lass diese eine Stunde stehen.
- Falls Risse entstehen nicht in Panik geraten. Es gehört dazu diese zu behandeln wenn man die Nay spielt. Genauso wie man ein Pferd satteln muss, wenn man es reiten will. Ich fülle solche Risse mit Sofortkleber, Früher hat man dies mit Leim gemacht und danach mit Wachs nochmal gedichtet. Sofortkleber ist besser und schneller!
- Flöte nicht unnotig in die Sonne stellen nach spielen.

Bitte gehe nun diese Einführungskurse jeweils in der Reihenfolge durch:
- Nay oder Kawala Theoretisches, Mundstellung und Ton
- Die einzelnen Töne auf der Nay
- Die einzelnen Töne auf eine E-Kawala

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