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Spielen:
Quena spielen ist keine schwere Angelegenheit. Relativ schnell kann man einen Ton erzeugen und binnen wenigen Tagen ist der Klang auch sauber. Die Fingerhaltung mit 7 Löchern ist beinahe ein Kind...


Themen:
Tonerzeugung
Fingerhaltung
Töne spielen
Ornamente


Verzieren der Klänge

P E R F E K T I O N   O D E R   S C H Ö N H E I T 

Ein Problem was ich im "Westen" merke, ist die absolut genaue Stimmung der Flöten. Mindestens seit dem 16 Jahrhundert streben die Instrumentenbauer hier zu einer nahezu unnachahmbaren Perfektion. Kann ich verstehen, schließlich hat ein westliches Konzert in Extremfällen hunderte von Musiker. Wenn da einer aus der Reihe tanzt, dann hat man anstelle von einem harmonischen Akkord einen quietschende Lärm.
Ethnische Instrumente werden dagegen nur selten in der Harmonie eines Konzertes gespielt und wenn, dann als Hauptklang und nicht als harmonisierender Untergrund.
Der Westen spiegelt nicht die Musik der Welt, sondern lediglich eine kleine Minderheit der Menschheit. In Asien, Afrika und in den Regionen im Westen mit noch "Eingeborenen" ist die Ornamentik der Musik entscheidend wichtig.

Von dem her, haben große Musiker in Asien es sogar lieber, dass die Löcher die Note etwas zu tief oder zu hoch hergeben, um sich an die Note herzuschleichen. Das macht die "Natur-Flöten" auch so aufregend und spannend. Denn keine Flöte ist wie die andere.

Ich habe Flöten seit 15 Jahren die ich liebe und um keine andere Flöte auf der Welt austauschen würde. Warum kann ich das so nie genau sagen, aber es hat mit der Individualität der Flöte zu tun. So habe ich z.B. eine Nay-Doka welche mir ein ziemlich verstimmtes F in der "korrekten" Haltung gibt. Das Korrigieren bis zum richtigen F bei dieser Flöte macht den Klang besonders schön.

Profis verteilen nicht selten den Auftrag anstelle von einer Flöte gleich drei Flöten auf der einen und der selben Tonleiter zu bauen. Eine so gut wie möglich "perfekt", eine etwas zu hoch und die andere etwas zu tief gestimmt.



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T Ö N E   B I E G E N 

Wenn Ihr die einzelnen Töne gelernt habt, dann solltet Ihr lernen den Ton bei gleicher Fingerhaltung zu biegen. Versucht den Anblaswinkel etwas zu vergrößern oder verkleinern durch das heben und senken der Flöte oder durch das Nicken mit dem Kopf.
Eine andere Möglichkeit den Ton zu verzieren (ornamentieren) ist nicht mit der Fingerkuppe das Loch zu decken sondern mit der "Wulst" unter dem mittleren Glied eines Fingers. Ich muss sagen mir fällt die Beschreibunghier sehr schwer. Bitte schaut doch einfach mal Euren Zeigefinger an. Ihr sieht der Zeigefinger besteht aus drei Teilen. So, und nun die "Kuppe" unter dem mittleren Teil betrachten. Diese ist es, die ich hier meine. Mit dieser kann man auch ein Loch decken. Noch besser man kann anstelle davon das Loch gleich zu decken den Finger so etwas höher über das Loch legen und langsam runtergleiten um das Loch dann mit dieser mittleren "Kuppe" zu schließen.
So schleicht man vom höheren Ton ganz langsam zu dem tieferen Ton.
Entgegengesetzt kann man durch das langsame zurückschieben des Fingers wieder zur höheren Note schleichen.



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